Schlagwort: Sozialverträglichkeit

  • Was kann schöner sein?

    Was kann schöner sein?

    eingestellt am 8.9.24, ergänzt im Juni und Herbst 26

    … als mit meinen Steuern die Förderung von großen und teuren Elektro-Dienstwagen zu fördern. Das kostet zwar viel in Zeiten knapper Kassen, aber dient den Gutverdienenden und hebt eine deutsche Partei hoffentlich über „fast drei“ – oh sorry – fünf Prozent bei Wahlen. Auch belohnt es noch jene Unternehmen, die uns vor noch nicht allzu langer Zeit von Gerichten bestätigt mit Abschaltautomatiken bei Dieselmotoren belogen und betrogen haben!

    Aber durch solche Aktionen wird es ermöglicht, dass die deutsche Autoindustrie auch die nächsten Jahrzehnte weiterhin die Zeichen der Automarktzeit ignorieren und somit verpennen kann, damit sie auf keinen Fall jemals wieder konkurrenzfähig werden muss…

    Lets go on into the Past – am Besten noch mit im Sinne der „Technologieoffenheit“ kaum noch nachgefragten Verbrennungsmotoren, aber bitte noch größeren, noch Umwelt belastenderen und noch mehr stinkenden Fahrzeugen – darin haben wir ja beste Erfahrungen 😉

    Erinnern sich noch Jemand an den 3-Liter-Lupo der 1990er Jahre? auch von VW! Aber der war wohl zu klein, nicht prestigeträchtig genug und den Managerboni nicht förderlich genug! Klar haben wir alle als Verbrauchende auch eine Verantwortung durch unser Kaufverhalten!

    Als ich mich 2005 im Automarkt nach einem möglichst sparsamen und CO2-armen Auto mit Diesel (da damals noch ein täglicher Arbeitsweg von 80 Entfernungs-km) und Schaltautomatik (krankheitsbedingt) umschaute, verfiel ich schließlich auf ein asiatisches, nämlich japanisches, Modell mit einer 1,4-Liter-Maschine und damals recht guten 127 g/km CO2-Ausstoß. Die kleinsten deutschen Modelle hatten Maschinen ab 2 Liter und einen CO2-Ausstoss jenseits der 180g/km.

    Dieser Wagen mit einem erprobten Langzeitdurchschnittsverbrauch von weniger als 5 Litern/100 km dient mir nach nun fast 22 Jahren übrigens noch immer zuverlässig, obwohl er nicht „so viel her macht“ wie ein schmucker und kaum übersehbarer SUV. Doch erfüllt mein „Japaner“ zuverlässig seinen Dienst – und läuft. und läuft, und läuft (für diejenigen, die diesen Werbespruch eines vor Jahrzehnten weitverbreitetem „VOLKS-wagen“ noch erinnern)

    Und seitdem ist die „Nachhaltigkeit“ deutscher Modelle wohl nicht wirklich besser geworden? Es gibt nun auch E-Fahrzeuge deutscher Produzenten, nur sind auch die (natürlich?) groß, schwer, ressourcen- und energiefressend und teuer! Es lebe die deutsche Ingenieurskunst, auch wenn viele Deutsche oder potenzielle Zielgruppen auf anderen Märkten der Welt sich die gut 40.000 EURO für einen VW Id.Pure, fast 50.000 EURO für einen BMW iX1 oder gar die über 60.000 EURO für einen Mercedes GLC EQ (250) nicht leisten können, und diese riesigen und klobigen Gefährte unnötig viel Fläche des in Städten oft knappen Parkraums verbrauchen. Aber dann versiegeln wir halt noch mehr Flächen in unseren Innenstädten, und wenn die Temperaturen dann endgültig unerträglich geworden sind, installieren wir halt noch mehr ressourcen- und energieverbrauchende Klimaanlagen, die zwar die Temperaturen außerhalb des gekühlten Innenbereichs noch mehr steigern, aber immerhin auch beweisen, dass es für praktisch jedes Problem eine technische Lösung gibt! Ein Links-Grüner könnte ketzerisch fragen, ob dies wirklich die cleverste Vorgehensweise ist, oder ob es sinnvollere, preiswertere und an die Lebensrealitäten und (generationsgerechten) Erfordernisse dieser Realität „angepasste“ Vorgehensweisen geben könnte.

    Aber was würde bei derartigem Denken – oder gar Handeln .- mit all unseren Arbeitsplätzen in der Autoindustrie geschehen, oder gar den gewinnabhängigen Boni des Managements? Wirklich ungehörig wäre ein Denken, das behauptet, dass diese mittel- und langfristig vielleicht sogar besser und vor allem generationsgerechter gesichert sein könnten.

    Aber dann schließen wir halt die ein oder andere Fabrik, entlassen ein paar tausend Arbeitnehmende und steigern die Boni und sonstigen Vorteile der „ein wenig besser Verdienenden“.

    Aber die neue Subventionsregelung erhält vielleicht auch den ein oder anderen Arbeitsplatz in Unternehmen, die seit Jahrzehnten nicht innovativ sein wollten (oder konnten) – und lieber zumindest aufgrund verfehlter Markenpolitik nicht mehr im wichtigen chinesischen (Auto-)Markt konkurrenzfähig zu sein scheinen. Aber dafür basteln sie an immer größeren, schwereren, noch mehr Rohstoffe und Umwelt verbrauchenden und immer teureren Autos. die sich ein/e „normalsterbliche/r Steuerpflichtige/r“ ohnehin nicht leisten kann.

    Ja ist denn schon Weihnachten?

    Egal: Wenn einem so viel Schönes wird beschert, …- ob das dann wenigstens mit einem Asbach zu ertragen ist? Aber Bitte-Bitte nicht am Steuer eines fetten Umweltvernichters, da aus diesem das Kind, das dann keinerlei Chance hat, übersehen werden könnte!

    Und schließlich heißt es ja, dass derartige Autos nach relativ kurzer Zeit weiterverkauft werden – dann könnte doch auch ich ein derart gefördertes Fahrzeug zu einem „relativ verträglichen Preis“ später erwerben – und somit auch im Sinne des „Trickle-down-effects“ irgendwann von dieser Subvention noch profitieren …

    Also wirklich: Was kann denn (noch) schöner sein?

    Im Frühjahr 2026 erdachten sich Politikentscheidende in Deutschland tatsächlich noch etwas Schöneres:

    Mit meinen Steuergeldern durfte ich mithilfe des „Tankrabatts“ für zwei Monate besonders große und schwere Autos mit hohem Spritverbrauch und Rasen mitzufinanzieren 🙁

    Ich weiß, dass der Nahverkehr in vielen ländlichen Gebieten den Verzicht auf ein Auto zumindest sehr erschwert, wenn nicht unmöglich macht, doch vom nicht zielgerichteten „Tankrabatt“ profitieren relativ am Meisten die (Viel-)Fahrenden großer Autos (oft mit höherem Einkommen) mit hohem Spritverbrauch, und Rasende, während alle für deren individuelle Entscheidung mitbezahlen dürfen!

    Und am schönsten erschien mir, dass diese verfehlte „Subvention“ Ende Juni – und gegen alle Forderungen (zunächst!) beendet wurde.

    Doch dann wird diese völlig unsinnige Subvention zum 1. Oktober 2026 und bis Jahresende tatsächlich wieder eingeführt!

    Und zur selben Zeit wie der erneute Tankrabatt werden im „Nordbrücken-geschädigten“ Bonn von der CDU-Stadtregierung unter dem Oberbürgermeister DEUS die von Rot-Grün eingeführten Fahrradspuren für teures Geld wieder rückgebaut. Ziel ist vermutlich die „Beschleunigung“ des Bonner Innenstadtverkehrs. Dies scheint jedoch wenig realistisch, wenn man bedenkt, dass sich auf der Adenauerallee noch mehr Autos vor dem (leider) einspurigen „Koblenzer Tor“, beim Einfädeln auf diese eine Spur mit viel Qualm und Lärm und unser aller Nasen erfreuend sich besser stauen können. Kann man das historische und unter Denkmalschutz stehende Tor nicht einfach abreißen oder zumindest breiter machen, damit der Autoverkehr sich schneller und ungestörter bewegen kann?

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    (Link aus dem Internet zum Bild des Koblenzer Tors)

    Das dürfen auch alle nun behinderten und in ihrer Sicherheit gefährdeten Radfahrenden im Form des Tankrabatts für weitere 3 Monate mitfinanzieren, sofern sie nicht nur Radfahren, sondern tatsächlich auch noch arbeiten, und also Steuern zahlen sollten! Aber derartige Zeitgenossen gibt es ja ohnehin nicht, weil sie sicher faul und bequem sind, und schmarotzend sich mit Sozialtransfers durchs Leben, oder?

    Ach ja, und steuerzahlende Eltern, auch solche, die selbst nicht Rad, sondern Auto fahren, dürfen auch die höhere Gefährdung ihrer in der Bonner Innenstadt radelnden Kinder auf Schulweg oder zu Freunden oder Freizeitaktivitäten ebenfalls mit 17 Cent/Liter mitfinanzieren.

    Da gäbe es natürlich die geniale Alternative, zum Schutz der eigenen Kinder diese mit dem „Elterntaxi“ zu transportieren. Dies verstopft zwar die Bonner Innenstadt noch mehr, aber würde ja zum Glück per Tankrabatt von allen subventioniert!

    Nach Schätzungen soll der dreimonatige Tankrabatt UNS ALLE 2,5 Milliarden EURO kosten.

    Ja! Im ländlichen Raum ist ist der öffentliche Nahverkehr sehr und oft zu schlecht, um eine gute Alternative zum Individualverkehr mit dem Auto zu sein. Leider verpassten wir wie im Frühjahr 2026 erneut die Chance, die geschätzt 1,6 Milliarden EURO für den zweimonatigen Tankrabatt, und nun erneut Ende 2026 die geschätzt 2,5 Milliarden EURO zukunftsorientiert und nachhaltig in die Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum einzusetzen, sondern blasen das Geld in Höhe von geschätzt gut 4 Millarden EURO per klimaschädlicher Abgase in die Luft. Man könnte auch sagen, wir werfen sie aus dem Fenster, was nun wirklich NICHT „generationsgerecht“ ist bzw. den Ölkonzernen in den gierigen Rachen. Beim ersten Tankrabatt kamen zumindest nicht der gesamte Tankrabatt bei den Autofahrenden an, sondern zumindest ein Teil steigerte die Gewinne der Ölkonzerne noch mehr. Folgerichtig ist auch nun ein Preisdeckel geplant, wie er in anderen Ländern bereits besteht – „spätestens“ im Januar 2027! Folglich könnte dieser im schlimmsten Fall erst in Kraft treten, wenn der jetzige Tankrabatt (hoffentlich) wieder ausgelaufen ist. Danke sagen die Konzerne, deren Aktionäre und natürlich die Steuerzahlende, die das finanzieren dürfen.

    Wie auch immer: die eigentlich sinnvolle Maßnahme zur Preissenkung wäre eine Reduzierung der Nachfrage, z.B. durch ein Tempolimit, aber das ist bekanntlich in „Raserland“ Deutschland nicht durchsetzbar.

    Ja, jedes Fahrzeug mit E-Antrieb senkt ebenfalls die Nachfrage nach fossilen Treibstoffen, zumindest sofern der verbrauchte Strom auch wirklich regenerativ und nicht fossil erzeugt wurde. Wie viele Speicher für regenerative Energie hätte man mit 4,1 Milliarden errichten können, um Wind- und Sonnenenergie nicht abregeln zu müssen, sondern eben später bei weniger Wind und oder Sonne verwenden zu können? Laut kurzer Recherche sind die Kosten stark von der gewünschten Kapazität abhängig, doch überschlagsmäßig wären bei Systemen mit 2 MWh und einem eher höher angesetzten Preis von 600.000 EURO/Einheit gut 13,5 MWh finanzierbar, was sicher einen mittel- und langfristig einen höheren preissenkenden Effekt als der maximal kurzfristig wirkende Tankrabatt hätte.

    Ebenso wenig ist diese Verschuldung, die neben und zusätzlich zur Staatsverschuldung für den „Klima- und Infrastrukturfond“ aufgenommen wird, in irgendeiner Weise nachhaltig oder „generationengerecht“, Sie ist eben nicht investiv, sondern rein konsumtiv, geprägt von kurzfristigem Denken einer Scheinlösung eines Problems. Eine schnelle, wenn auch nicht wirklich gute Antwort, die bereits mittelfristig das bestehende Problem eher verstärken statt mildern wird, da sie keine in Richtung generationsgerechter Nachhaltigkeit konsumsteuernde Wirkung entfaltet, sondern die ungeeigneten, aber vom Verbrauchenden so liebgewonnenen Verhaltensweisen des Individualverkehrs „ungebremst“ in die Zukunft fortschreibt und deren zerstörerische Wirkung eher noch verstärkt! Also das genaue Gegenteil von „Generationsgerechtigkeit“!

    Nun könnte man anführen, dass der Tankrabatt vor den am 20. September stattfindenden Landtagswahlen die wegen der hohen Energiepreise kochenden Volksseele beruhigen und somit eine weitere Stärkung der Populisten verhindern oder wenigstens mindern könnte. Ein Hoch auf eine solche „Alternative“, die wie wir nun wissen, „leider auch nicht funktioniert hat 🙁 Und das könnte doch wenigstens als „generationengerecht“ angesehen werden, wenn man sich die tatsächliche Umsetzung des AFD-Parteiprogramms vorstellt, oder?

    Es gäbe durchaus zielgenaue Alternativen zur „Gießkasse“, wie z.B. ein „Klima-“ oder „Mobilitäts“-Zuschuss pro Kopf, der als Einkommen in Folgejahr, also mit der Steuererklärung für 2026, mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern ist. Als Gegenargument wird angeführt, dass die erforderlichen Bankdaten nicht zur Verfügung stünden, und somit die Auszahlung nicht möglich sei. Und was wäre mit einer Ausgabe eines Guthabenscoupons, der gegen Vorlage eines Ausweisdokuments bei jeder Bank eingelöst werden könnte? Missbrauch durch Mehrfacheinlösung? Dieses sollte doch technisch zu lösen sein. Oder beim jeweils zuständigen Einwohnermeldeamt, das dann gleich einen Empfangseintrag in der Meldedatei vornehmen könnte, um widerholte Auszahlung und somit Missbrauch zu verhindern. Eine derartige Zuteilung hat doch beim „Begrüßungsgeld“ ab 1970 für jeden Einreisenden „deutscher Abstammung“ aus der DDR oder Polen auch funktioniert, und vermutlich waren deren Kontodaten auch nicht bekannt (?)

    Eine derartige Auszahlung würde die individuelle Entscheidung des „mündigen Bürgers“ fördern, wie er/sie den Zuschuss vor dem Hintergrund seiner Lebenssituation und den resultierenden Bedürfnissen einsetzen möchte – und gleichzeitig würden „breitere Schultern“ in Form der abzuführenden Steuer mehr zum „Gemeinwohl beitragen dürfen“ als schwächere Schultern. Das wäre also sowohl eine „schnelle und zielgerichtete“ Hilfe in einer Notsituation, als auch sozialverträglich und würde als „notlindernde“ Investition im Folgejahr durch das Steueraufkommen sogar noch teilweise (und ebenfalls „sozialverträglich“) refinanziert!

    Aber: Vermutlich würde das Kapital dann aus Deutschland fliehen und wir alle durch die Vernichtung von Arbeitsplätzen nur gemeinsam noch mehr leiden!?! Also doch lieber bis Ende 2026 die Milliarden EURO umweltschädlich in die Luft blasen.