Schlagwort: Glosse

  • Loriot’s wahrlich visionäre und zukunftsgerichtete Energielösung

    publiziert am 24.4.2026

    Frankreich will sie bauen,

    die derzeitige EU-Kommission sieht sie als klimafreundliche Lösung

    die AFD fordert sie ebenso wie Katharina und Jens – und natürlich Markus!

    Kleine (modulare) Atomkraftwerke

    Und Loriot hatte bereits 1987 eine bahnbrechende Vision, die er in seinem Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ darstellte – eben kleine Atomkraftwerke – modular: Loriot dachte sogar an einen Modellbausatz.

    Wie es bei den Hoppenstedts endete, lässt sich vermutlich Weihnachten 2026 wieder im Fernsehen verfolgen.

    In Frankreich mussten im Sommer 2022 fünf der 56 Reaktoren (Tricastin, Golfech, Saint-Alban, Blayais und Bugey) aufgrund zu warmer Flüsse und niedriger Wasserstände ihre Leistung reduzieren – zur Versorgung bezog man in Frankreich dann u.a. regenerativen Strom aus Deutschland.

    Der Super-GAU in Tschernobyl passierte kommenden Sonntag vor 40 Jahren, doch war das ja in einem östlichen Land und könnte in westlichen und fortschrittlichen Ländern NIEMALS passieren! So dachte man bis zum 11.3.2011, bis zum GAU in Fukushima. Danach beschloss das Kabinett der Physikerin Angela Merkel, damals sicher nicht „technikfeindliche“ Kanzlerin den Atomausstieg,

    Der Ausstieg des Jahres 2010 aus dem 2000 beschlossenen Atomausstieg kostete die Steuerzahlenden offenbar über 2,4 Milliarden EURO an Abfindungen für die Energiekonzerne! Hinzu kommen für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Endlagerung des Atommülls von rund 170 Milliarden EURO, wobei die Energiekonzerne hierfür lediglich 39 bis 46 Milliarden EURO beisteuern. Die verbliebenen 124 bis 131 Milliarden EURO sowie weitere Sanierungskosten wie für das Atommülllager Asse trägt allein der Staat und somit die Steuerzahlenden.

    Derart subventioniert und lediglich die Betriebskosten berücksichtigend, erscheint Atomstrom tatsächlich als konkurrenzlos billige Energiequelle, doch sollten nicht ehrlicherweise die tatsächlichen volkswirtschaftlichen Kosten berücksichtigt werden, wenn man sie z.B. mit jenen der erneuerbaren Energien vergleicht? Sonst handelt sich beim Vergleich wohl eher um eine „Milchmädchenrechnung“! Wobei hiermit weder etwas gegen Milch noch gegen Mädchen gesagt sein soll, sondern lediglich die Art der Rechnung und der ihr folgenden Argumentation hinterfragt werden soll!

    Die Energiekonzerne wollten angesichts der Forderungen einiger Politiker, wie etwa dem Markus aus jenem südlichen Bundesland, in dem der Ausbau der Stromnetze in den letzten Jahren so zielstrebig und gegen alle Widerstände , sowie unter Nutzung der Flächen der Nachbarbundesländer vorangetrieben wurde, wie in keiner anderen bundesdeutschen Region (:-)). Jedenfalls wollten die Energiekonzerne weder neue Meiler bauen noch alte wieder hochfahren – vermutlich bedachten sie die tatsächlichen Kosten(?)

    Und die ideenreiche Bundeskatharina plant nun, die erneuerbaren Energien nicht schneller auszubauen als die Stromnetze! Ein Schelm, der hier „Ideologiegetriebenheit“ unterstellt.

    Beim Bau früherer Atomkraftwerke wurde nicht nur der Bau der Meiler, sondern auch die Atommülllagerung, und schließlich der Rückbau durch die Gemeinschaft, also alle Steuerzahlenden subventioniert (s.o.), während die Gewinne (wie üblich) individualisiert wurden, also in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet wurden.

    Doch bei tatsächlicher Berücksichtigung aller, auch der langfristigen Gestellungskosten, also der Einbeziehung all jener Kosten vom Bau bis zum Ende von Strahlungsgefahren (die potenziellen Kosten einer Havarie mal komplett außer Acht lassend in den Atomstrompreis ist der Preis volkswirtschaftlich bei Weitem offensichtlich nicht mehr konkurrenzfähig, und somit auch nicht bei betriebswirtschaftlicher Kostenrechnung, wie diese vermutlich durch die Energiekonzerne vorgenommen war. Möglicherweise führten diese realistischen Kalkulationen bei den Energiekonzernen zum Nicht-Interesse eines Wiederhochfahrens oder Bau neuer AKWs (?)

    Durch die Ampelregierung wurde der erneute Atomausstieg beschlossen und bis April 2023 umgesetzt gegen den Widerstand von zumindest zwei deutschen Parteien, aber der prophezeite Zusammenbruch der Energieversorgung in Deutschland blieb aus!

    Aber kleine, „modulare“ Meiler seien die Lösung, wird nun behauptet. Zur Einschätzung vergleiche auch: Kleine wundersame Reaktoren –  … – Wissenschaft im Brennpunkt – Apple Podcasts?

    Dass deren Entwicklung noch bei keinem Modell zur Betriebsgenehmigung geführt hat, und Bau 1-2 Jahrzehnte dauern könnte, die Kosten extrem hoch wären und auch bei ihnen das Müllproblem noch ungelöst ist: sei’s drum! Aber was die Grünen beschlossen und umgesetzt haben, erscheint nicht nur in diesem Fall absolut unsinnig gewesen zu sein und ist unbedingt rückgängig zu machen (!?!)

    Vergleicht man das Krisen-Management des Ministers Habeck nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 und das jetzige von Ministerin Reiche, mag sich jede/r selbst beantworten, welches „professioneller“ erscheinen mag.

    Das Endlagerung des Jahrtausende gefährlich strahlenden Atommülls ist nicht nur in Deutschland. ungelöst, doch verspricht man meinen noch ungeborenen Enkeln, bis 2070 eine Lösung gefunden zu haben 🙂

    Also lasst uns u.a. mit kleinen, modularen Atomkraftwerken frohen Mutes und voller Vertrauen zurück in die Zukunft gehen! Und vielleicht kann man den Atommüll ja mit Elon Musks Space-X zu Mars schicken – und dort „entsorgen“!?! Aus den Augen aus dem Sinn?

    Und könnte nicht Loriots AKW-Modellbausatz eine tolle Geschäftsidee für Lego oder das finanziell angeschlagene Playmobil sein? Oder aus Stoff für den „Kindertraum“ zumindest der „Boomer“ ebenfalls angeschlagene Unternehmen „Steif“: Ein kuschliges Mini-AKW bereits für unsere Jüngsten? Das lässt Kinderaugen mit Sicherheit strahlen! Vielleicht in Kooperation mit dem US-Unternehmen Mattel, die eine Katharina-Puppe und ihren Jens- oder Markus-Partner beisteuern. Dann könnte Disney, Paramount oder ein anderer Medienkonzern sicher auch einen neuen Blockbuster produzieren!? 🙂 Und durch das Joint Venture wären möglicherweise auch US-Zölle zu vermeiden?

    In jedem Fall war Loriot mit seinen Visionen wirklich zukunftsweisend – und wir sollten seinen Visionen unbedingt folgen, um einer wahrlich strahlenden Zukunft entgegen blicken zu können.

  • 20.Juni 2074 – nicht (ganz) ernst 😉

    eingestellt am 28.9.24

    Der goldene Tag – Es sei einmal gewesen 🙂

    Auf diesen Tag hatten Sven und Kitty seit 5 Dekaden, also seit dem 24. Juni 2024, hin gefiebert.

    Immer wieder hatten sie oder eine/r von ihnen gezweifelt, ob sie diesen Tag gemeinsam erleben dürften, aber trotz mannigfaltigem Auf und Ab – schließlich wurden sie ja nicht jünger – war es nun so weit!

    Bisweilen hatte ein Zeh da geschmerzt und ein Finger dort geschwächelt, der Haaransatz zwickte oder das Herz raste und hin und wieder waren Fachkräfte in weißen Kitteln konsultiert worden. Aber insgesamt waren sie beide zwar ziemlich wacklig auf de Füßen, aber für ihr tatsächlich fortgeschrittenes Alter erstaunlich gut beieinander – gute Pflege gegenseitig, pflegten sie zu sagen.

    Und nun war der Tag wirklich gemeinsam erreicht, sie 107-jährig, er schlappe 113-jährig, Kaum zu glauben, aber die Fortschritte der Medizin hatten das Ihrige dazu getan.

    Und so hatten sie eine riesige Torte backen lassen, einen großen Saal angemietet und die 200 engsten Freunde und Verwandten eingeladen, um das Goldfest zu feiern. Sie planten, von den gegenüberliegenden Ecken des Saales aufeinander zuzustreben, um dann gemeinsam die Torte anzuschneiden, die Gästeschar mit derart Süßen zu verwöhnen, wie es ihnen in den vielen, aber kurzweiligen Jahren des Schlenderns und manchmal Stolperns durch das gemeinsame Leben, vergönnt gewesen war. All das zu den Klängen des bekannten Hits aus den 1920er Jahren: „Du bist alles, was ich will!“

    Und als der Tag gekommen war, ölten sie ihre Rollatoren, brachten diese auf Hochglanz und begaben sich zu den gegenüberliegenden Türen des Saales. Als dann die Musik erklang, öffneten sie die Türen und strebten mit einem ein wenig wirr-erscheinenden, aber glücklichen Lächeln auf Lippen und Gesicht dem in der Mitte des Saales aufgebauten Tisch mit der Torte zu. Der halbseitig gelähmte Sven schien ein wenig mehr verwirrt, da er zunächst mit seinem Rollator stets im Kreis zu laufen schien, aber dann schüttelte er sich und zwang sich, auf der zu seiner Leitlinie auf dem Boden geklebten geraden Linie der Torte und seiner Kitty entgegenzustreben.

    Schon war Kitty an der Torte angekommen, als Sven noch mit der geraden Linie kämpfte, aber auch dem gemeinsamen Ziel immer näher kommend.

    Als sie sich schließlich an den gegenüberliegenden Seite der Torte gegenüberstanden, schauten sie sich lächelnd und tief in die Augen und dann hoben beide ihre Messer, um die Torte an beiden Seiten anzuschneiden.

    Schon nährten sie ein wenig zittern die Messer zur Torte, als beide aus unverständlichen Gründen zu straucheln schienen und schließlich den allerletzten Schritten verstolpernd von gegenüberliegenden Seiten in die Torte fielen. Dort lagen dann ihre Gesichter nah aneinander und er flüsterte ihr zu: Danke ! Nun sind wir angekommen – beim letzten Kuss – Und der ist wirklich süß und cremig 🙂